Ofon 2: Den ökologischen Fußabdruck unserer Erdölförderanlagen verbessern

Auf einem Ölfeld entstehen bei der Rohölgewinnung sogenannte Begleitgase. Um seinen ökologischen Fußabdruck zu verringern, schloss sich Total 2014 einer Initiative der Weltbank an, die darauf zielt, das kontinuierliche Abfackeln dieser Gase bis 2030 einzustellen. Die Gruppe hat das Abfackeln zwischen 2008 und 2015 (Startphasen ausgenommen) um 50 % reduziert und somit die Treibhausgasemissionen seiner Anlagen maßgeblich gesenkt. Auf dem Ofon-Ölfeld in Nigeria wurde das kontinuierliche Abfackeln im Dezember 2014 komplett eingestellt.

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    Eine computergenerierte Gesamtansicht des Ausbaus von Ofon2 (Nigeria).
    Die Verbesserungen der Förderanlagen haben auf der Bohrinsel einen Stopp der kontinuierlichen Gasabfackelung im Ölfeld Ofon seit Dezember 2014 ermöglicht.

  • Anita George, Abteilungsdirektorin für den Energie- und Rohstoffsektor bei der Weltbank, erläutert die Herausforderungen der Weltbankinitiative für „Null Gasabfackelung 2030“ und die Beteiligung von Total daran.

    Interview mit Anita George (Weltbank)

    Anita George, Abteilungsdirektorin für den Energie- und Rohstoffsektor bei der Weltbank, erläutert die Herausforderungen der
    Weltbankinitiative für „Null Gasabfackelung 2030“ und die Beteiligung von Total daran.

  • Die Nutzung von Begleitgasen erlaubt es Total, die Gasabfackelung auf seinen Anlagen zu reduzieren. Mit diesem Vorgang konnte zum Beispiel die Gasabfackelung auf der Anlage Ofon eingestellt werden.

    Reduzierung von Begleitgas

    Die Nutzung von Begleitgasen erlaubt es Total, die Gasabfackelung auf seinen Anlagen zu reduzieren. Mit diesem Vorgang konnte zum
    Beispiel die Gasabfackelung auf der Anlage Ofon eingestellt werden.

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    Interview mit Anita George (Weltbank)
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    Reduzierung von Begleitgas

Das Beispiel von Ofon 2: Ein wichtiger Schritt zur Beendigung des kontinuierlichen Abfackelns

Seit 2000 hat Total bei allen neuen Explorations- und Fördervorhaben das kontinuierliche Abfackeln der Begleitgase eingestellt, und geht sogar noch weiter: Die Mitarbeiterteams optimieren auch die vorhandenen Anlagen, wie die Phase 2 in der Entwicklung des Ofon-Ölfeldes zeigt. 60 km vor der Küste Nigerias und 40 Meter tief wurde das Erdölfeld Ofon erschlossen und 1997 mit der Produktion begonnen. Seit Dezember 2014 wurde das kontinuierliche Abfackeln der Begleitgase auf diesem Feld völlig gestoppt. Somit konnte das Abfackeln von 1.000.000 Kubikmeter Gas pro Tag (m3/Tag) unter normalen operativen Bedingungen vermieden werden, was einer Senkung der abgefackelten Gasmengen im Rahmen unserer gesamten Explorations-Produktions-Tätigkeiten von 10 % entspricht. Das ist ein deutlicher Fortschritt bezüglich unseres Engagements auf dem Weg in eine bessere Energiezukunft.

Das Wiederverwenden der Begleitgase mindert die Auswirkungen auf unsere Umwelt

Dank der verbesserten Anlagen auf Ofon gibt es von nun an drei Möglichkeiten für die Wiederverwendung der Gase, die bei der Gewinnung von Rohöl entstehen:

  • Sie gehen in die klassische Erdgasverarbeitung und werden an die Erdgasverflüssigungsanlage Bonny geliefert. Der größte Teil der Begleitgase von Ofon wird über eine neue, 70 km lange Pipeline bis zum Gas-Hub Amenam transportiert. Von dort aus wird er bis zur Anlage Bonny im Süden von Nigeria weiter transportiert;
  • Die Begleitgase verbessern den Grad der Rückgewinnung von Rohöl aus den Lagerstätten, da ein Teil der Gase für die Aktivierung der Brunnen mit Gas-Lift recycelt wird.
  • Dank der Nutzung der Begleitgase können die Anlagen autonom mit Strom versorgt werden, denn ein kleinerer Teil der Gase wird als Energiequelle für die Stromproduktion eingesetzt. Die Wärme der Abgase aus den Strom erzeugenden Turbinen wird ebenfalls aufgefangen und bei der Verarbeitung des Erdöls vor Ort verwendet.

Die Phase 2 von Ofon sieht zudem 24 neue Bohrungen vor. Drei Bohrungen wurden bereits mit vorhandenen Anlagen durchgeführt und 21 weitere Bohrungen sind unter Einsatz von zwei neuen Plattformen geplant, die Anfang Juli 2016 eingerichtet werden. Mittel- und langfristig ermöglichen die erzielten Verbesserungen somit die Nutzung und Aufwertung von drei Millionen m3 Gas, das pro Tag nicht abgefackelt wurde.

Zum Global Gas Flaring Reduction Partnership1 (GGFR) Global Forum am 9. September 2015 in Russland, erhielt die nigerianische Total-Filiale einen GGFR Excellence Award, als Auszeichnung für die Aufhebung des kontinuierlichen Abfackelns auf den Ofon-Ölfeldern. 

 

1 Die Global Gas Flaring Reduction Partnership (weltweite Partnerschaft zur Reduzierung von Abfackelgasen) ist eine Initiative der Banque Mondiale.

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